Pausenbuch

Überfordert von der vielen dickwanstigen Herbstliteratur in letzter Zeit habe ich mir jetzt ein intellektuelles Päuschen gegönnt. Und daher das „Sextipps von Rockstars“ – Subtitel „In ihren eigenen Worten“ von Paul Miles ausgelesen. Ich habe das Ding wirklich durchgeschmöckert, von vorne bis hinten, ohne schummeln. Musiker von Bands wie The Dandy Warhols, Hoobastank, Biohazard, Motörhead, Korn und Co. berichten aus der Kiste. Die Frage, wann jemand zu betrunken ist, um gevögelt zu werden, wird beinahe einhellig beantwortet mit: wenn wir von ihr angekotzt werden. Und wann ist‘s zuviel Sex an einem Tag? Wenn man, nämlich der Mann, anfängt zu bluten. Übrigens ist niemand von denen schwul, sie krampfen sich aber nur ein ganz klein bisserl ein, bei der Frage danach. Erstaunlich eigentlich. Die Hardrockszene ist doch offen für alles? Ein sensibles Buch. Ich bin dafür, dass das ein Standardwerk wird und in jede Schulbibliothek kommt. Not. Danach kann man übrigens „Hausschlachten – Schlachten, Zerlegen, Wursten“ von Bernhard Gahm lesen. Wird einem bestimmt nicht noch übler dabei.

Kolumne im Falter vom 2. November 2011

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Voyage D’Amour

Der November klopft an. Die Energien fahren schon runter, immerhin hat man schon einen ganzen Oktober bewältigt. Man weiss nicht, wie genau man es bis April ohne Lichttherapie oder Schokoladenberge schaffen soll, halbwegs bei Laune zu bleiben. Jetzt würde sich ein kleiner Städtetrip anbieten, nicht zuletzt aus dem Grund, weil man sich noch halbwegs bei Kasse wähnt, da man eh‘ noch keinen Dunst hat, welche Ausgaben man zu Weihnachten haben wird.

Also Reisen. Last Minute Voyage D‘Amour Tickets buchen und dann ab nach irgendwohin, wo man noch nicht war. Paris. Barcelona. Krakau. Lissabon. Krumau. Rom. Damit der Trip gelingt im Sinne von Erholung, Inspiration und wieder neu entdeckter Intimität gibt es ein paar sehr ernst gemeinte Dinge zu beachten. Sehr ernst.

Nicht den 5 Uhr Frühflug buchen, der, der einen um 3 Uhr aufstehen lässt, damit man ja viel Zeit hat in der neuen Stadt. Das kreiert entweder einen Jetleg, der einen müde und leicht aggressiv durch die Stunden schlurfen lässt. Oder man legt sich im Hotel erst einmal hin und verschlunzt erst recht den halben Tag.

Nicht mit einem Kunsthistoriker reisen. Oder jemanden, der das als echtes Hobby hat. Man betritt als erstes ein Museum und steckt dort fest, bis zugesperrt wird. In der Zwischenzeit ist man leider unbemerkt dehydriert und hirngeschwampft unter irgendeiner Sitzgelegenheit verreckt. Die Programmpunkte Sex, Schlaf, belangloses Gespräch und warme Mahlzeiten abseits vom musealen Wurstbrotbuffet kommen hier eindeutig zu kurz.

Nicht mit einem ausgesprochenen Gourmet reisen. Man findet sich frierend in Weinkellern wieder und verkostet Flüssigkeiten, die durch die Bank älter sind als man selber und die man gerne lauthals unter „staubig,“ „hölzern,“ „schmierig“ oder „total WÄH!“ einreihen würde, wäre man nicht zu scheu, um zuzugeben, dass man die „immer noch erstaunliche Wuchtigkeit der Frucht“ beim besten Willen nicht orten kann. Den Rest der Zeit sitzt man während 10gängiger Menüs ab, auf die man alleine zugunsten der unzähligen Grüsse aus der Küche dazwischen verzichten könnte. Danach platzt man und ist daher tot. Auch schade.

Nicht in eine Stadt reisen, in der man schon einmal war und in die man seither verliebt ist, weil es damals so schön und so gelungen war. Die Wege, die man zurücklegt, sind auf jeden Fall länger, man ist jetzt ja alt! Die schönen Plätze sind verändert, vorwiegend weil man damals nicht im November als biorhytmische Notmassnahme, sondern kinderlos und noch recht jobverantwortungsfrei zu warmen Jahreszeiten gereist ist. Weiters riskiert man Reaktionen der Begleitung wie: „nicht im Ernst, das ist die Bar, wegen der du mir seit Jahren in den Ohren liegst? Da ist es ja bei uns ums Eck im Puff stilvoller.“ Ja, damals war das aber … äh… schon cool.

Im umgekehrten sollte man sich willig und interessiert solche Plätze zeigen lassen und auf keinen Fall Dinge wie: „Hier stinkt‘s“ oder gar: „Wie scheusslich ist denn der Koloss?!“ gröhlen, was sich dann als der beeindruckenste authentische Fischmarkt oder die All-time favourite lebensverändernde Lieblingsskulptur der Begleitung herausstellt. Man kann damit Herzen brechen.

Nicht mit dem Shoppingplänen rausplatzen, bevor die Begleitung nicht eine warme Mahlzeit und ein wenig Liebe abbekommen hat. Klingt nach einem 50erjahre Tipp, er ist aber aktuell, ich weiss das. Man läuft Gefahr, mit mehreren unabgehackten Listen von Must-See Geschäften wieder nach Hause zu reisen, weil man zu früh mit der erholsamen Oberflächlichkeit hausieren gegangen ist. Weil eigentlich hat man für sowas keine Zeit und eh‘ kein Geld. Ja.

Die allererfahrenste Städtereiserin in meinem Umfeld, mehrfache Mutter und Firmenchefin, also jemand, die Instanterholung als Promotionsthema haben würde, wenn sie für das auch noch Zeit hätte, also diese Dame meinte, der perfekteste Kurzurlaub ihres Lebens gestaltete sich so: ins Hotel einchecken, Zimmer mit schöner Aussicht verlangen, sofort ins Bett legen, man lässt sich Ausstellungskataloge, Stadtbildbände. Michelinsterne-Essen und Masseure ins Zimmer bringen und steht nach drei Tagen und zwei Nächten erst dann wieder auf, wenn das Taxi zurück zum Flughafen hupt.

Gute Idee, guter Plan. Gute Reise!

Kolumne für derstandard.at vom 31. Oktober 2011

 

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Ansprache

Ich wollte nur sagen, dass alle, die am letzten Sonntag, wo es so nieselig und saukalt war draussen und drinnen so mollmopsig kuschelig, also dass alle, die nicht um sechs Uhr aufstehen mussten, weil ihnen da jemand „Gaugau!“ ins Ohr gebrüllt hat und daher bis 10 oder 11 weiterschlafen konnten und dann in die Badewanne und dann nochmal ins Bett, mit einem guten Buch vielleicht und einer schmackofatzen Suppe, um sich später mit einem Glas Wein vor den Kachelofen zu setzen und vor lauter Seele baumeln endlich mal wieder bemerken konnten, dass sie auch noch da sind, im Gegensatz zu denen, die sich mit Gatschhosen bei lebendigem Leibe dieses Sauwetter geben mussten um Kinder und Hunde vor dem Lagerkoller zu bewahren und dann voller Hass auf diesen saukalten Sonntag mit Zwangsbewegungsprogramm endfertig um 22 Uhr im Bett zu liegen, also wenn die, die es gut und gemütlich gehabt haben, das nicht ausgenützt haben um endlich mal wieder ausgiebig und romantisch zu vögeln, also, denen wollte ich nur sagen, dass sie ignorante und undankbare Schweinepriester sind. Aber so oder so, beneidenswerte.

Kolumne im Falter vom 26. Oktober 2011

 

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Katzenspray

Ein Bekannter war krank und das Katzenstreu am ausgehen. Damit er sich nicht auf die Strasse schleppen musste, folgte er dem Tipp seiner Frau und stöberte im Online-Shop einer Drogeriemarktkette. Und fand dort in der Rubrik Tiere neben Futter, diversem Spielzeug und Katzenstreu eben, einen Analspray. Für Katzen. Das interessierte ihn jetzt, so als fürsorglicher Tierhalter. Womit könnte er denn seiner Katze dienen mit so etwas? Er merkte sich den Namen des Produktes und googelte ein wenig. Und landete prompt auf den einschlägigen Websites für erotische Utensilien, also die für Menschen. Das Produkt gab es dort auch, übrigens zum doppelten Preis als beim Drogeriemarkt. Der Spray entspannt anscheinend die Rosette, was für vielerlei dienlich sein kann. Er fragte, sich, ob da noch andere tierische Utensilien überteuert angeboten werden. Ein Flohhalsband zum Beispiel als smelly SM-Fetischteil. Oder der Katzenklogeruchsstopper als schneller Neutralisierer nach einem Turboquicki. Die Hundebürste aus Draht für das Liebesmuster auf dem Rücken. Nein, so kreativ waren sie dann doch nicht.

Kolumne im Falter vom 19. Oktober 2011

 

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Ich bin in einen alten Mann verliebt.

 

Die Mutter einer Freundin kam zu einem gemeinsamen Theaterbesuch überraschend in Begleitung. Es war ein älterer Herr, so Mitte, Ende 80. Sehr rüstig aber. Danach wurde ein Kaffeehausbesuch beschlossen. Die Hauptdarstellerin des Abends war auch dabei, die Schwester meiner Freundin. Wir gratulierten zur ihrer Darstellung. Wie laberten über die Inszenierung, die schlechte Auslastung des Stückes. Der ältere Herr bestellte Würstel mit Saft. Dazwischen stand ständig jemand auf und ging in die Kellerbar rauchen. Kam zurück in einer Schnelle-Tschick-Wolke.

Der ältere Herr erkundigte sich, woher wir uns kannten und was wir so taten. Er sprach österreichisches deutsch, mit einer merkwürdigen Färbung. Ach, alte Freunde, teilweise Arbeitskollegen. Selbständige Graphiker, Marketing, Webdesigner. Ich sagte nichts, wurde als Freundin vorgestellt. Ich überlegte derweil, ob ich auch rauchen gehen sollte. Die Mutter der Freundin fragte ihn, wie lange er denn in Wien bleibe. Er antwortete etwas, ich hörte nicht zu. „Das ist übrigens der Djerassi,“ raunte mir meine Freundin ins Ohr. „Jurassic“ kalauerte ich zurück. „Der Erfinder der Pille.“ fügte sie hinzu. Okay.

Ich googelte unterm Tisch im I-Phone. Carl Djerassi, 1923 in Wien geboren, nach USA emigriert. Erfinder der Anti-Baby-Pille. 1200 wissenschaftliche Veröffentlichungen. Lehrt an der Standford University. Bedeutender Kunstsammler, vor allem Paul Klee. Seit den 80erjahren Literat, Erfinder der „Science-in-Fiction“ Romangattung. Theaterautor. Buchautor, Opernkomponist. Ehrendoktorate in Kulturwissenschaften, Chemie und Geowissenschaften. Zahllose Preise und Auszeichnungen. Professuren. Und. Und. Und.

Ich schielte hinüber. Er hatte alte, wache Augen. Schön. Um meine Ehrfurcht in den Griff zu bekommen atmete ich kurz tief durch. Einmal mit so jemanden sprechen können, was für eine Chance! Die anderen unterhielten sich über die Schönheit der Ramsau und die Kinder. Ich sass ungünstig. Ich überlegte, was ich sagen könnte. „Die Pille habe ich nie vertragen.“ fiel mir ein. Schlecht. Ich bekam nur Fragmente mit, was er mit der Mutter der Freundin sprach. Er plane gerade die Veröffentlichung eines kontroversen Buches über Chemie und Theater. Ich hatte sofort die Bilder von dem Theater in Russland im Kopf, wo man sowohl die Geiseln als auch die Terroristen durchs Belüftungssystem vergast hat. Das wird er wohl nicht meinen. Kommt auch nicht so gut.

Ich wurde leicht wütend, weil mein Lebensgefährte jetzt sicher genau wüsste, was er reden sollte, weil er sicher auch die Bücher von dem gelesen hat und selber Theatermensch und überhaupt so ein eloquenter Intelligenzler ist. Nein, ich schaffe das selber, ich sag‘ gleich was. Irgendwas. Der wird heimgehen und sich denken, ein netter Abend, vor allem die eine da (ich). Ich googelte noch einmal. Hätte ich lassen sollen. Beim zweiten Mal durchlesen fand ich das Leben dieses Mannes noch beeindruckender. Und erstarrte endgültig.

„Ich bin Sexkolumnistin“, überlegte ich mir zu sagen. Nein, bloss nicht, der glaubt, ich nehme ihn auf den Arm. Ich gab auf. Hörte zu. Lies mir erzählen von diesem alten Mann zu der späten Uhrzeit irgendwo in Wien. Über seine Theorien, seine Pläne. Wenn er bald treffen werde, andere Genies. Er freue sich darauf. Er erzählte wohlwollend und anregend. Und immens interessiert, an allem. Sich seinem Alter zu ergeben war wohl nie eine Option für ihn. Wunderbar.

Habe keinen Pips gesagt, bis zum Schluss. Mir alles nur gedacht. Aber ich habe ein Foto. Er neben mir. Er beugt sich gerade über die aktuelle „Zeit“ – mit der Überschrift: „10 Menschen, die die Welt nachhaltig verändert haben“ oder so ähnlich. Da waren Steve Jobs dabei, Mark Zuckerberg, irgendwelche Wissenschaftler. Und er. „Wie freundlich,“ schmunzelte er. „Die Zeitung könnte man sich einmal kaufen.“ Man verabschiedete sich. Er bedankte sich bei jedem einzelnen für den Abend. Auch bei mir. „Danke für den Abend.“ „Ja auch,“ verschiss ich es ein letztes Mal. Nein, der würde sich niemals an mich erinnern.

Zuhause dachte ich mir dann, die eigentliche Leistung dieses Mannes ist es, jemandem einen unglaublichen Abend zu bereiten, ohne dass er irgendwas zurückbekommen muss. Und ich war glücklich über mein Glück. Und bin jetzt ein bisschen verliebt.

Kolumne für derstandard.at vom 17. Oktober 2011

 

 

 

 

 

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Woll-Lust

Fixpunkt beim Weiber-Turnen danach in der Garderobe ist das Lugen auf die Wäsche der anderen Frauen. Ist so. Nicht nur bei mir, ich hab‘ mich erkundigt. Muss genetisch sein. Im vorletzten Jahrhundert sind die Nachbarinnen geheim in den Waschküchen herumspaziert, um zu spionieren, was die andere so trägt. Naja, diesmal habe ich nicht schlecht gestaunt: Return of the fette Wollstrumpfhose. Ich war geschockt, immerhin klingeln noch Bemerkungen von vor 15 Jahren im Hinterkopf: zieh das aus, ich bin doch kein Pädophiler. Oder: noch mehr Wolle und ich muss dich auf die Weide schicken. Also fror man elendiglich unempanzipiert in Strümpfen. Oder Leggings. Oder nix. Als Erklärung bekam ich, dass im Umgekehrten die lange Männerunterhose wieder erlaubt sei. So ein Glück! Ich tätigte einen Grosseinkauf, mein Alter hat jetzt uncoole lange Cowboyrippunterhosen im Kasten und hasst sie. Wurscht, ich sitz‘ ich hier in einem Modell der 70er Jahre, Wolle, knallgelb, Bund über dem Bauchnabel, ja und echt mit diesen zwei Abnäherstreifen über dem Popo. Wärme ist geil. Dann passt‘s ja wieder.

Kolumne im Falter vom 12. Oktober 2011

 

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Was es bringt

Geplättet liest man die Biografien der drei Frauen, denen letzte Woche der Friedensnobelpreis zugesprochen wurde. Diese eine jemenitischen Journalistin, die mit  knapp über Dreissig schon so viel für die Rechte in ihrem Land erreicht hat. Oder die erste  liberianische Präsidentin und die liberianische Aktivistin, was haben diese Frauen erlebt und erduldet. Wie muss jemand gestrickt sein, der in diesen schwierigen Lebensumständen, ungeachtet der Angst um das eigene Leben oder das Leben der Kinder und sonstigen Anverwandten unermüdlich an der richtigen Sache dranbleibt? Ohne sich zu ducken und dem persönlichen, engen Alltag klein beizugeben.

 

Mut ist das Wort, das einem einfällt. Und Mut muss man wahrscheinlich üben. Dann reicht er vielleicht eines Tages, um nicht nur irgendwo mitzuschnattern, oder in den Internetforen oder auf Facebook schnell einen pfiffigen Protest hinzuposten. Um danach befriedigt und – in unserem Land sowieso – völlig gefahrlos meinungserleichtert seiner sicher abgesteckten Wege zu gehen.

 

Nachdem man nur bei sich selber beginnen kann, habe ich jetzt einen Anfang gemacht. Etwas getan, was Angst macht, was unangenehm ist und vielleicht schlecht ausgeht. Ich habe versucht, mich bei der einen Person zu entschuldigen, die ich furchtbar beleidigt habe. Nein, es ging nicht gut aus. Sie hat mich in die Hölle geschickt. In der sitze ich nun, aber mit der Gewissheit, dass es das wert war. Immerhin weiss ich jetzt, dass diese Freundschaft nicht zu retten ist.

 

Als nächstes kann man jetzt grössere Projekte angehen. Wieder welche, die keine Feigheit oder Bequemlichkeit dulden. Ich gehe in dieses eine Geschäft um‘s Eck, wo die Besitzerin seit Wochen grün um die Nase und neuerdings mit Kopftuch hinter der Budel sitzt, und frag‘ sie wie die Chemo anschlägt. Und ob sie etwas braucht. Ich werde die Bekannte im Krankenhaus besuchen, die seit Juli im Koma liegt und ihr vorlesen. Man weiss ja nicht, vielleicht bekommt sie‘s mit. Oder am 15. Oktober am Internationalen Aktions-Tag für den Globalen Wandel weltweit mitdemonstrieren und mir nicht denken: Ist eh‘ für‘n Hugo. Für das Freunde-Schützen-Haus spenden, einfach so, einmal einen Patzen Kohle statt der neuen Winterstiefel. Und dort anrufen, ob man sonst etwas tun kann.

 

Nein, man weiss vorher nicht, was es bringt. Die drei Frauen wussten auch nicht, dass sie den Friedensnobelpreis bekommen werden. Sie haben, mit Mut, das getan, in ihrem direkten Umfeld, was jetzt dringend notwendig ist, um ihre Welt zu verbessern. In dem sie sich für sie interessiert haben.

 

Man kann aber zumindest davon ausgehen, dass kleine mutige Taten befriedigen, weil der innere Schweinehund gekillt wurde. Und dann liebt man sich dafür. Und das tut dann schon echt gut.

Kolumne für derstandard.at vom 10. Oktober 2011

 

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