Pausenbuch

Überfordert von der vielen dickwanstigen Herbstliteratur in letzter Zeit habe ich mir jetzt ein intellektuelles Päuschen gegönnt. Und daher das „Sextipps von Rockstars“ – Subtitel „In ihren eigenen Worten“ von Paul Miles ausgelesen. Ich habe das Ding wirklich durchgeschmöckert, von vorne bis hinten, ohne schummeln. Musiker von Bands wie The Dandy Warhols, Hoobastank, Biohazard, Motörhead, Korn und Co. berichten aus der Kiste. Die Frage, wann jemand zu betrunken ist, um gevögelt zu werden, wird beinahe einhellig beantwortet mit: wenn wir von ihr angekotzt werden. Und wann ist‘s zuviel Sex an einem Tag? Wenn man, nämlich der Mann, anfängt zu bluten. Übrigens ist niemand von denen schwul, sie krampfen sich aber nur ein ganz klein bisserl ein, bei der Frage danach. Erstaunlich eigentlich. Die Hardrockszene ist doch offen für alles? Ein sensibles Buch. Ich bin dafür, dass das ein Standardwerk wird und in jede Schulbibliothek kommt. Not. Danach kann man übrigens „Hausschlachten – Schlachten, Zerlegen, Wursten“ von Bernhard Gahm lesen. Wird einem bestimmt nicht noch übler dabei.

Kolumne im Falter vom 2. November 2011

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Eine Antwort zu Pausenbuch

  1. Barbara schreibt:

    Zu Hilf – Suche den Falter Artikel vom 26. Oktober 2011 – Bitte noch veröffentlichen!!

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